Foto: Juan Cruz Mountford

MEHR LEICHTIGKEIT IM ALLTAG 

August 2019

Heute zitiere ich Gretchen Rubin, die mit ihren Tips für den Alltag manchmal unschlagbar ist, finde ich. Sie nennt diese zehn Punkte, wie wir mehr Leichtigkeit in unseren Alltag mit den Kindern bringen können. Ich führe sie auf meine Weise aus:


  1. Bring die Kinder mindestens einmal am Tag zum Lachen, so dass sie nicht mehr können! Puh, das ist leichter gesagt als getan zwischen Vokabelkarten, alten Socken und Zetteln, die abgeheftet werden müssen! Aber gerade diese Utensilien können manchmal helfen. Warum nicht eine Sockenschlacht mit den Socken machen, die gerade aus dem Bett auf den Boden geflogen sind? 

  2. Singen am Morgen. Egal, ob man singen kann, oder nicht: das Schöne ist, dass die gute Laune in jedem Fall steigt. Wenn man es kann, ist es schön anzuhören (oh, was für ein Geschenk, dass mein Größerer schon lange dafür übt!). Wenn man es nicht kann, haben die anderen etwas zu lachen. Auch gut!

  3. Genug Schlaf bekommen - nicht nur die Kinder, sondern auch wir Eltern. Natürlich brauchen wir die Zeit für uns, nachdem die Kinder endlich schlafen! Aber lieber eine Stunde draus machen, und diese wirklich genießen, als bis in die Nacht rein wach bleiben, und am nächsten Tag weder produktiv zu sein, noch gute Laune zu haben. 

  4. Vor den Kindern aufstehen. Und diese Zeit am besten noch nicht für emails oder den Haushalt nutzen, sondern, um sich zu dehnen, joggen zu gehen, oder zu meditieren. Meditation in der Tradition der Mindfulness Meditation ist nicht schwer umzusetzen, das kann man sofort starten, wenn man möchte: Stell Dir den Wecker für eine bestimmte Zeit (10 Minuten zum Start), und fühle das Sitzen, und den Atem. Das war's. Sehr effektiv, da im Gehirn sehr viel passiert, auch wenn es nicht so aussieht ;)

  5. Weniger ist mehr: Spontane Käufe von was auch immer gerade gewünscht wird, sowie, sich etwas zu gönnen, wie z.B. Eis essen zu gehen, haben eine weitaus größere Wirkung, wenn sie die Ausnahme sind, und nicht die Regel. 

  6. Öfter "Ja" antworten anstatt "Nein". Es ist ein Umschreiben der Sprache, aber auch des Denkens, das es unseren Kindern erleichtert, mit einer Frustration umzugehen, und auf das, was sie sich wünschen zu warten. Sie lernen damit, dass nicht immer alles sofort erfüllt werden kann, dass es aber keinen Grund gibt, sich deshalb schlecht zu fühlen. "Ja, wir können Eis essen gehen - nur heute passt es nicht, aber wollen wir es für Samstag planen?"

  7. Nach kleinen Möglichkeiten suchen, etwas zu feiern, oder besonders zu machen. Ich persönlich vergebe kein Geld an meine Kinder bei guten Noten. Ich bin der Meinung, dass die gute Note an sich Belohnung genug ist, und natürlich das Gefühl, das die Kinder damit fühlen dürfen: den Stolz, etwas geschafft zu haben. Das ist etwas wirklich Tolles und Besonderes. Was ich aber manchmal mache, ist, eine gute Note mit ihnen zusammen zu feiern, nach harter, tagelanger  Arbeit frage ich sie dann: Wollen wir Kaffee trinken gehen und die Note feiern? Das fällt für mich in die Kategorie "Take in the Good" - etwas das Rick Hanson beschreibt, und wo es darum geht, das Schöne, das in unserem Leben passiert, etwas zu verlängern, damit es einen noch größeren Einfluss auf unser Leben, unsere Gedanken, und unsere Gefühle hat. Sehr zu empfehlen. 

  8. Mit Wiederholungen arbeiten: Regeln herunterbrechen auf wenige Sätze, die wir wiederholen können, ohne jedes Mal einen Vortrag halten zu müssen. Anständig sitzen beim Essen kann zu dem einfachen Wort "anständig" werden mit einem Blick. Räum Deine Klamotten weg kann zu "Klamotten" werden, oder zu "Zimmer aufräumen vor dem Schlafen", damit ist dann alles gemeint, nicht nur die Klamotten, und das macht es insgesamt leichter. Vorher, das ist die mühsame Arbeit, muss man sich natürlich auf einen gewissen Standard an Ordnung geeinigt haben. Früh übt sich, deshalb ist es unbedingt zu empfehlen, einige Regeln für das Zuhause schon den Kleinsten beizubringen, und sie helfen zu lassen!

  9. Nein sagen nur, wenn es wirklich wirklich wichtig ist. Warum nicht den 2-Jährigen im Tipi, das in seinem Zimmer steht, schlafen lassen. Warum nicht Brezeln in den Joghurt rühren (solange es bitte appetitlich bleibt!). Warum nicht die Kinder die Pfannkuchen machen lassen (auch wenn hinterher etwas mehr Teig verteilt ist und wir etwas mehr schrubben müssen). Warum nicht mal länger im Schwimmbad bleiben und das Abendessen viel zu spät starten. Überflüssig zu sagen, dass gewisse Dinge passen müssen. Aber manchmal sagen wir Nein, ohne nachzudenken, weil wir denken, es geht nicht, oder weil wir es so gewohnt sind. Dann kann es ganz erfrischend sein, mal umzudenken. 

  10. Sich daran erinnern, wie schnell alles vorbei geht: Die Dinge, die wir aktuell herausfordernd mit unseren Kindern finden, werden in ein paar Jahren (oder Monaten) vorüber sein. Es kann sehr viel Leichtigkeit in unsere Tage bringen, wenn wir uns dazu entscheiden, das, was da ist, zu genießen, selbst wenn es manchmal hart ist. Die Tage sind lang, aber die Jahre sind kurz. 
    Viel Spaß beim Socken werfen und Eis essen!

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